Presseinformationen
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Aktuelle Pressemeldungen:
PM vom 31.01.12: Keine Schließung, aber Neukonzeption:
Galerie Angewandte Kunst Schneeberg in Schloss Lichtenwalde
Mit Unverständnis äußert sich Patrizia Meyn, Geschäftsführerin der Augustusburg / Scharfenstein / Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH, zu dem Offenen Brief der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg. „Die Galerie Angewandte Kunst in Schloss Lichtenwalde war und ist zu keinem Zeitpunkt von Schließung bedroht. Weder der Galeriebetrieb noch die Veranstaltungen sollen eingestellt werden“, so Patrizia Meyn. „Ich habe die Galerie als Teil des Ensembles von Schatzkammer-Museum, historischen Räumen, gastronomischen Einrichtungen und dem Barockpark Lichtenwalde immer als etwas Konstruktives, Kreatives, Anregendes empfunden. Dasselbe gilt für die Veranstaltungen der Fakultät.“
Die Geschäftsführerin distanziert sich auf das Entschiedenste gegen den Vorwurf eines „bewussten Vorstoßes unter Ausklammerung der Fakultät“. Das entspricht nicht den Tatsachen. Tatsächlich fanden mehrere Treffen mit dem Galerieleiter Prof. Jochen Voigt statt, die jedoch zu keinem befriedigenden Ergebnis führten. Prof. Voigt ist in keiner Weise auf die Wünsche, Angebote und Konzepte von Frau Meyn eingegangen, worauf die Gespräche im August 2011 vorläufig abbrachen und der Kontakt zur Hochschulleitung gesucht wurde.
Des Weiteren erklärt Patrizia Meyn, dass das Galeriebüro in Schloss Lichtenwalde nicht geschlossen, sondern lediglich eine organisatorische Veränderung getroffen und die Kasse verlegt wurde. Der Betrieb der Galerie Angewandte Kunst ist in keiner Weise davon betroffen und läuft ohne Einschränkungen weiter. Von einem „Zusammenbruch“ zu sprechen, entspricht schlichtweg nicht der Wahrheit. Hochschule und Galerieleitung wurden in einem Brief über diesen Schritt informiert – auch dieser Vorwurf ist demnach unwahr.
Zum Hintergrund: Auch die Geschäftsführung der Schlossbetriebe gGmbH möchte Schloss und Park Lichtenwalde zu einer „Begegnungsstätte der Kultur mit Alleinstellungsmerkmal“ entwickeln und möchte dies erklärterweise in Zusammenarbeit mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau /Fakultät Schneeberg tun. Dieses Kulturzentrum soll entsprechend den Bedürfnissen in der Region, dem musealen und denkmalerhaltenden Auftrag und einem Nutzungs- und Veranstaltungskonzept mit überregionaler Ausstrahlung aufgebaut werden. „Ich stelle mir für die Zukunft einen kulturellen Begegnungsort für internationale Künstler und Wissenschaftler aller Sparten vor“, erklärt Patrizia Meyn. „Dafür braucht es eine solide finanzielle Grundlage, die zum Teil durch Vermietungen erreicht werden kann. Wir haben ein großes Interesse daran, dass einzelne Räumlichkeiten für Seminare, Kongresse und Veranstaltungen von Firmen und Institutionen genutzt werden und wollen dies für die Zukunft aufbauen.“ Von einer „Veranstaltungsstätte für Betriebs- und Hochzeitsfeiern …“ zu sprechen, klingt herabsetzend und kann nur zu Verständigungsproblemen führen.
Zurzeit verursacht die Galerie Angewandte Kunst der Schlossbetriebe gGmbH ein jährliches Defizit von ca. 30 Tausend Euro. Aufgrund des übernommenen Vertrags erhält die Schlossbetriebe gGmbH einzig die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern (ca. 3 T Euro im Jahr), jedoch keinerlei Mieteinnahmen und Einnahmen aus Veranstaltungen. Stattdessen entstehen Kosten für zwei Mitarbeiter (anteilig), sämtliche Betriebs- und Unterhaltungskosten. Um die Galerie Angewandte Kunst auf eine wirtschaftlichere Basis zu stellen, müssen dringend Konzepte entwickelt werden.
Daraufhin fand im Januar ein erstes Gespräch zwischen Sächsischem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kanzler der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Geschäftsführerin statt. Für Anfang/Mitte Februar ist ein weiteres Gespräch angesetzt, an dem auch Prof. Gerd Kaden als Dekan der Fakultät Angewandte Kunst und Prof. Jochen Voigt als Galerieleiter teilnehmen. Dieses Gespräch, schlägt Patrizia Meyn, sollte aus aktuellen Gründen vorverlegt werden. „Dazu bin ich gern bereit“, erklärt die Geschäftsführerin.
Als Nachtrag sei noch erwähnt, dass die Geschäftsführerin erst aus dem Offenen Brief von der Sonderschau anlässlich des 50. Jahrestages der Fakultät erfahren hat. „Wir unterstützen diese Veranstaltung gern“, so Patrizia Meyn. „Wir hätten sie auch gern in unseren Veranstaltungskalender aufgenommen, wenn wir von ihr gewusst hätten.“
PM vom 30.01.12: Wettbewerb für Barockpark Lichtenwalde ausgelobt
Der Barockpark Lichtenwalde mit seinem prachtvollen Schloss und dem gerade erst eröffneten Schatzkammer-Museum soll familienfreundlicher werden!
Dafür lobt die Augustusburg/Scharfenstein/Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH einen Wettbewerb unter den Kunsthandwerkern und Holzspielzeug-gestaltern in der Region aus. Gesucht werden fünf Spiele, die sich für den Gebrauch im denkmalgeschützten Barockpark Lichtenwalde eignen. Sie sollen den barocken Stil und die lustvolle Verspieltheit des Parks aufgreifen, zum Spielen für Kinder, Senioren und Familien gedacht und beständig im Material sein. Wie die Schlossbetriebe gGmbH weiterhin bekannt gibt, sollen die neuen Spiele relativ mobil und für eine Ausleihe geeignet sein. Von Seiten des Denkmalschutzes besteht die Auflage, dass außer einem kleinen Rasenabschnitt beim Konzertplatz ausschließlich die Schotterwege und Plätze des Parks genutzt werden können.
Ansonsten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Ball- oder Brettspiel, Bewegungs- oder Geschicklichkeitsspiel – erlaubt ist alles, was vom Design her anspricht, Aktivität fördert, Gruppendynamik unterstützt und Spaß macht. Bevorzugtes Material ist Holz, doch auch hier sollen keine Einschränkungen gelten. Am Wettbewerb teilnehmen kann jeder, der die Bedingungen anerkennt – vom erzgebirgischen Traditionsbetrieb bis hin zum freiberuflichen Künstler. Die Ausschreibungsunterlagen sind unter www.die-sehenswerten-drei.de/lichtenwalde-ausschreibung zu finden.
Interessierte Teilnehmer schicken bis zum 6. April 2012 ein Exposé zu ihrer Parkspiel-Idee an die Schlossbetriebe gGmbH. Bis zum 4. Mai gibt eine Jury bekannt, welche fünf Spiele realisiert werden sollen. Den fünf Gewinnern winkt ein Vertrag über den Ankauf des Spiels sowie dessen feierliche Präsentation am 9. Sept. 2012 zum erstmalig stattfindenden Barock-Spiele-Tag. An diesem Tag werden die Prototypen feierlich präsentiert, öffentlich ausprobiert sowie zusätzlich mit einem Publikumspreis gewürdigt. Die Materialkosten für die Herstellung werden selbstverständlich übernommen. Eine Teilnahme lohnt sich in jedem Fall!
PM vom 23.01.12: Winterabende der Region am 4.2.2012
Es gibt viele Gründe, stolz zu sein auf Schloss Augustusburg, Schloss Lichtenwalde und Burg Scharfenstein. Die Augustusburg, auch „Krone des
Erzgebirges“ genannt, zählt zu den repräsentativsten Renaissanceschlössern
Mitteleuropas. Es beherbergt unter seinem Dach gleich mehrere Museen – das Motorradmuseum zählt zu den größten in Europa. Zusammen mit seinem Park bildet Schloss Lichtenwalde eines der bemerkenswertesten Barock-Ensembles in Deutschland. In Schloss Lichtenwalde befindet sich das neu eingerichtete Museum „Schatzkammer“ – eine einzigartige Sammlung von kunst- und kulturgeschichtlichen Gegenständen aus Afrika, Asien und Europa. Und ganz sicher aber haben Sie schon von Karl Stülpner gehört, der wohl als einziger je ganz allein eine Burg belagerte – Burg Scharfenstein. Und zwar mit Erfolg, wenn auch nur für einen Tag. Um sich bewusst zu werden, was für einen „Schatz“ es in unmittelbarer Nähe zu „heben“ gibt, lädt die Geschäftsführung der Schlossbetriebe Augustusburg / Scharfenstein / Lichtenwalde gGmbH die Einwohner der umliegenden Gemeinden inklusive Ortsteile am 4. Februar ab 17 Uhr zu einem offenen Museumsabend in alle drei Häuser ein. Bei diesem „Winterabend der Region“ wird Ihnen ein gemütlicher Museumsrundgang mit einer Tasse Glühwein angeboten – so lange der Vorrat reicht. Der Eintritt, auch in die Museen, ist für Einwohner frei, Gäste von außerhalb zahlen die Hälfte des Eintrittspreises (Augustusburg 3 EUR, Schloss Lichtenwalde 4 EUR, Burg Scharfenstein 2,50 EUR.) Die Veranstalter bitten um Vorzeigen des Personalausweises, der als Eintrittskarte gilt.
PM vom 05.01.12: Veranstaltungsprogramm 2012 erschienen
Neuer Werbeauftritt der Schlossbetriebe gGmbH
Das Veranstaltungsprogramm 2012 für Schloss Augustusburg, Schloss und Park
Lichtenwalde sowie Burg Scharfenstein ist erschienen. Auf insgesamt 40 Seiten
kündigt es 231 Veranstaltungen an. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei die eigenen Veranstaltungen, die einem neuen Gesamtkonzept folgen. „Wir wollen 2012 und in den kommenden Jahren mehr für Familien und Kinder tun“, erläutert Patrizia Meyn, Geschäftsführerin der Augustusburg / Scharfenstein / Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH. „Eine wichtige Aufgabe sehe ich darin, den Kultur- und Bildungsauftrag vor allem in der Region zu erfüllen. Das Heranführen der Kinder und Jugendlichen an die Kulturgeschichte ist unabdingbar für eine zukünftige Wissensgesellschaft.“ Neu sind die „Winterabende der Region“, die die Einwohner der umliegenden Gemeinden von Schloss Augustusburg, Schloss Lichtenwalde und Burg Scharfenstein zu einem kostenlosen Museumsbesuch mit Glühwein-Empfang einladen (4. Febr. 2012/17-20 Uhr). Das traditionelle Fest „Sorbischer Frühling“ auf Burg Scharfenstein wird entsprechend dem neuen Konzept mehr Angebote zu eigenem kreativen Gestalten bereithalten (24.-25. März/10-18 Uhr). Die Schlossund Museumsnacht auf der Augustusburg bildet den Höhepunkt des Jahres – frei nach dem Fest-Motto „DURCH RAUM UND ZEIT“ werden sämtliche Räume auf Schloss Augustusburg geöffnet sein, einschließlich der Museen und historischen Gemächer. Neben dem gewohnten Unterhaltungsprogramm ist manche Überraschung und museumspädagogisches Begleitangebot zu erwarten (7. Juli 2012/20-1 Uhr). Erstmalig findet der „Barock-Spiele-Tag“ im Barockpark Lichtenwalde statt, der Große und Kleine zum Spielen, Verkleiden, Schminken ganz nach barocker Lebensweise einlädt (9. Sept. 2012/11-17 Uhr). Dazu plant die Schlossbetriebe gGmbH die Ausschreibung eines Wettbewerbs unter den Holzgestaltern der Region für das schönste Park-Spiel, dessen Sieger an diesem Tag bekannt gegeben werden. Weitere Informationen folgen in Kürze. Nicht zu vergessen die museumspädagogischen Angebote in jedem der drei Häuser, die in regelmäßigem Turnus stattfinden und in einem extra Faltblatt im Februar erscheinen. Ab sofort gelten neue Eintrittspreise für alle drei Häuser. Patrizia Meyn: „Es war unbedingt nötig, den Tarifdschungel übersichtlicher und einheitlicher zu gestalten.“ So sind einzelne Museen wie das frühere „Museum Hasenhaus“ und das „Kutschenmuseum“ zum „Schlossmuseum“ Augustusburg zusammengefasst worden. Während der Eintritt zuvor je 4 und 2 Euro betrug, kostet er jetzt 6 Euro. Auch auf Burg Scharfenstein gibt es in diesem Sinne keine Preissteigerung: Sämtliche Ausstellungen sind für 6 Euro zusammengefasst zu besichtigen. Das Besondere ist die Einführung einer Familienkarte für jedes Museum zum günstigen Preis von 16 Euro (Augustusburg und Burg Scharfenstein) bzw. 21 Euro (Schloss und Barockpark Lichtenwalde). Geringfügig teurer geworden sind der Eintritt in das Motorradmuseum auf Schloss Augustusburg (von 5 auf 6 Euro), die Kombitickets für alle drei Häuser und die Gebühren für die Führungen (außer Schloss Lichtenwalde).
Gleichzeitig geht die Schlossbetriebe gGmbH mit einem neuen Werbeauftritt an die Öffentlichkeit. Neben dem Veranstaltungskalender sind neue Faltblätter für Schloss Augustusburg, Schloss und Park Lichtenwalde und Burg Scharfenstein erschienen. Sie enthalten die Fotografien, die beim regionalen „Familien“-Casting und -Shooting im Sommer aufgenommen wurden, sowie aktuelle Lageskizzen, die den Schloss- und Museumsbesuch übersichtlicher machen. Dazu ist der Internetauftritt der Schlossbetriebe gGmbH von Grund auf überarbeitet worden – für mehr Übersichtlichkeit und mehr Möglichkeiten interaktiver Beteiligung. Als neue Farbe zieht sich durch sämtliche Publikationen ein „herrschaftliches Gelb“. Dieses „herrschaftliche Gelb“ hat mit dem überregionalen Vermarktungsprojekt „Schlösserland Sachsen“ zu tun, dem sich die Schlossbetriebe gGmbH angeschlossen hat. Träger des Projekts ist der Staatsbetrieb Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen (SBG) in Zusammenarbeit mit der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) mit Sitz in Dresden. „Diese Dach-Marke ist deshalb so attraktiv für uns, weil wir eine größere Strahlkraft nach außen erreichen können“, erklärt Patrizia Meyn. „Die Schlösser haben dieses Potenzial, jetzt müssen wir auch in die überregionale Werbung gehen.“ Die Kooperation bietet unter anderem eine
im In- und Ausland erscheinende Imagebroschüre, die Entwicklung von Angeboten für überregionale Reiseveranstalter, gemeinsame Messeauftritte und Internetpräsenz.
PM vom 25.12.11: Neue Waffenkammer eröffnet
Ausstellung zur Jagd- und Hofhaltung im Hasenhaus erweitert
„Das ist mir durch die Lappen gegangen“, heißt es in einer bekannten Redewendung. Man meint damit, dass man etwas verpasst oder nicht beachtet hat. Doch kaum jemand weiß, wie diese Redewendung entstand. In der neuen Waffenkammer auf Schloss Augustusburg, die ab 26. Dezember für Besucher zugänglich ist, wird es erklärt.
Denn „Lappen“, zum Teil mit Motiven bedruckt, sind eine Art Wimpel an einer langen Schnur, die bei kurfürstlichen Treibjagden um 1700 zum Einsatz kamen. Sie bildeten eine Art Zaun, in die das Großwild wie Hirsch oder Wildschwein mit Klappern hineingetrieben und festgehalten wurde. So war es für die Hofgesellschaft, die im Anstand saß, leicht zu erlegen. „Eine nicht gerade sportliche Art der Jagd“, kommentiert Uwe Meinig, Museumsleiter auf Schloss Augustusburg.
Nicht destotrotz ist er stolz auf den neu gestalteten Raum, der die Ausstellung zur Jagd- und Hofhaltung in der Renaissance-Zeit komplettiert. Insgesamt drei Vitrinen zeigen 16 Schusswaffen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert – darunter eine Steinschlosswaffe und eine Windbüchse – , 11 Stichwaffen – wie Hirschfänger und Spieße – und eine Armbrust als eine der ältesten Waffen. Nicht zu vergessen die Treiberklappen und – Jagdlappen.
Besonderer Dank gilt dem Förderkreis des Schlosses Augustusburg, dessen Mitgliedsbeiträge der letzten Jahre die Neugestaltung der Waffenkammer ermöglichten. Die Kosten betrugen ca. 22 Tausend Euro. Für Frühjahr 2012 ist die Eröffnung einer zweiten Waffenkammer geplant, die die Jagdkultur ab Ende des 19. Jahrhunderts illustriert. Damit sind die Umbaumaßnahmen rund um den Venussaal, der nach über 30-jähriger Rekonstruktion seit 1997 wieder zugänglich ist und durch seine einzigartige Wandmalerei aus dem 16. Jahrhundert beeindruckt, abgeschlossen.
Weitere Informationen:
Uwe Meinig, Museumsleiter, Tel.: 037291-38020